Verfasst und medizinisch geprüft von DR. MED. DR. MED. DENT. HANS KREHN · veröffentlicht am 19.07.2026 · zuletzt fachlich geprüft am 21.07.2026
Was ist ein Abrasionsgebiss?
Durch Knirschen, Pressen, Säureeinwirkung oder langjährige Belastung können Zähne deutlich an Höhe und Substanz verlieren. Häufig verändern sich dadurch Biss, Zahnproportionen und das Erscheinungsbild des Lächelns. Empfindlichkeiten, Muskelbeschwerden oder Schäden an bestehenden Versorgungen können hinzukommen.
Wie wird eine Bisshebung geplant?
Vor einer Bisshebung werden Kieferrelation, Kaumuskulatur, Kiefergelenke, Zahnsubstanz und ästhetische Proportionen gemeinsam untersucht. Digitale Scans, Fotografie und virtuelle Planung machen die angestrebte neue Bisslage nachvollziehbar. Ein Mock-up oder eine provisorische Testphase kann zeigen, wie sich Form, Funktion und Sprechen in der neuen Situation anfühlen.
Welche Rolle spielen Veneers?
Bei komplexen Veneerrestaurationen werden verlorene Zahnformen additiv und möglichst substanzschonend wieder aufgebaut. Je nach Befund kommen hauchdünne Veneers, Teilkronen oder andere keramische Restaurationen infrage. Ziel ist ein harmonisches Lächeln mit stabiler Funktion; gleichzeitig muss die Ursache des Substanzverlusts berücksichtigt werden.
Häufige Fragen
Wie wird eine Bisshebung bei Abrasionsgebiss geplant?
Eine Bisshebung bei Abrasionsgebiss wird über Kieferrelation, Kaumuskulatur, Zahnsubstanz und digitale Planung begründet; additive Veneers oder Teilrestaurationen sind je nach Befund möglich.
Ist eine Bisshebung immer mit Kronen verbunden?
Nein. Je nach vorhandener Zahnsubstanz sind additive Veneers oder Teilrestaurationen möglich. Die geeignete Versorgung wird für jeden Zahn separat geplant.
Warum ist eine Testphase sinnvoll?
Sie ermöglicht die Kontrolle von Biss, Muskulatur, Sprache und Ästhetik, bevor die definitive Keramik hergestellt wird.
Quellen und fachliche Einordnung
- AWMF-Leitlinie zur instrumentellen Funktionsanalyse und Kieferrelationsbestimmung →
- Systematische Übersichtsarbeit zu keramischen Teilrestaurationen und Veneers (PubMed, 2025) →
Die Quellen dienen der allgemeinen fachlichen Einordnung. Welche Diagnose oder Behandlung im Einzelfall geeignet ist, kann nur nach persönlicher Untersuchung entschieden werden. Genannte Produkt- und Markennamen gehören ihren jeweiligen Rechteinhabern; ihre Nennung ist keine Empfehlung oder Sponsorenaussage.
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