Verfasst und medizinisch geprüft von DR. MED. DR. MED. DENT. HANS KREHN · veröffentlicht am 19.07.2026 · zuletzt fachlich geprüft am 21.07.2026
Straffung statt Facelift-Versprechen
Die Bezeichnung Fadenlifting kann falsche Erwartungen wecken. Nach der Behandlungsphilosophie von Hans Krehn ersetzen Fäden kein chirurgisches Facelift. Sie werden gezielt zur Straffung, Stabilisierung und Unterstützung ausgewählter Gewebebereiche eingesetzt.
Welche Gewebeschicht wird behandelt?
Fäden werden abhängig von Typ und Ziel in einer genau geplanten subkutanen Ebene platziert. Das subkutane Fettgewebe wird dadurch nicht aufgebaut oder vermehrt. Mechanische Führung und die Reaktion des umgebenden Gewebes können den Gewebeverbund unterstützen.
Warum nicht einfach mehr Hyaluronsäure?
Hyaluronsäure eignet sich für definierte Volumen- und Konturziele. In sehr beweglichen, abgesunkenen oder ungünstigen Gewebeschichten kann zusätzliches Volumen jedoch unnatürlich wirken oder sich unerwünscht verteilen. Dann kann Straffung statt Auffüllung das passendere Konzept sein.
Warum CARA PDO-Fäden?
Hans Krehn verwendet CARA-Fäden. Der Hersteller bietet unterschiedliche PDO-Ausführungen wie Mono-, Screw- und COG-Fäden an. Welcher Fadentyp verwendet wird, entscheidet sich nach Indikation, Haut- und Gewebequalität, Region und gewünschtem mechanischem Effekt.
Was können Fäden nicht leisten?
Ausgeprägte Gewebeüberschüsse oder starke Absenkung lassen sich nicht zuverlässig wie bei einem operativen Facelift korrigieren. Auch Haltbarkeit und Reaktion sind individuell. Eine ehrliche Abgrenzung zu Filler, Energieverfahren und Chirurgie gehört zur Beratung.
Risiken und Nachsorge
Möglich sind Schwellung, Blutergüsse, Druckschmerz, Asymmetrie, tast- oder sichtbare Fäden, Einziehungen, Infektion, Entzündungsreaktion, Migration sowie selten Verletzungen von Nerven, Gefäßen oder Drüsen. Technik, sterile Durchführung, Nachkontrolle und frühe Reaktion auf Warnzeichen sind entscheidend.
Häufige Fragen
Ersetzen Fäden ein Facelift?
Fadenbehandlungen werden bei MEDIKUSS primär als Gewebeunterstützung und Straffung eingeordnet – nicht als Ersatz für ein chirurgisches Facelift.
Ist eine Fadenstraffung ein Facelift ohne Operation?
Nein. Sie kann ausgewählte Bereiche unterstützen und straffen, erreicht aber nicht die Möglichkeiten eines chirurgischen Facelifts.
Werden CARA COG- oder Mono-Fäden verwendet?
CARA bietet verschiedene Fadentypen. Die Auswahl erfolgt erst nach Untersuchung und richtet sich nach dem konkreten Ziel.
Werden Fäden in das Fettgewebe gelegt?
Je nach Technik verlaufen sie in einer definierten subkutanen Ebene. Sie vermehren Fett nicht; Ziel ist die mechanische und biologische Unterstützung des Gewebeverbunds.
Wann sind Fäden statt Hyaluron sinnvoll?
Wenn Straffung und Gewebeunterstützung wichtiger sind als zusätzliches Volumen und Hyaluron voraussichtlich ungünstig wirken würde, können Fäden eine Option sein.
Quellen und fachliche Einordnung
- CARA – Herstellerinformationen zu PDO-Fäden →
- Systematische Sicherheitsübersicht zu Fäden im Gesicht und Hals (PubMed) →
- Klinische Studie zu PDO-COG-Fäden im subkutanen Gewebe (PubMed) →
Die Quellen dienen der allgemeinen fachlichen Einordnung. Welche Diagnose oder Behandlung im Einzelfall geeignet ist, kann nur nach persönlicher Untersuchung entschieden werden. Genannte Produkt- und Markennamen gehören ihren jeweiligen Rechteinhabern; ihre Nennung ist keine Empfehlung oder Sponsorenaussage.
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